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 Finanzkrisendaten 2 (oder Wirtschaftskrisendaten)

Ab Mitte Februar 2010 hieß es dann: Von der Finanz- zur EU- und €-Schuldenkrise siehe "Die Schuldenmacher".

(Fi 2)

Ab 1. September 2009 

Nachfolgend Daten zur Finanzkrise (oder Wirtschaftskrise) verkürzt zusammengestellt:   

  • 1. 9. 2009: Das Amtsgericht Essen eröffnete das Insolvenzverfahren gegen den Karstadt Mutterkonzern Arcandor. Auch gegen 20 weitere Konzerntöchter wurde die Insolvenz eröffnet. Darunter 93 Karstadt Kaufhäuser. Insgesamt muss das Essener Gericht über rund 40 Einzelanträge entscheiden, 11 weitere werden von anderen Gerichten bearbeitet. Nur gegen das profitabkle Reiseunternehmen Thomas wird keine Insolvenz eingeleitet. Es ist an die Banken verpfändet. 38.000 Mitarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze. Für Teile des Unternehmens sind Interessenten vorhanden.
  • 2. 9. 2009: Besonders kleine und mittlere Unternehmen sollen durch Vereinbarung zwischen Banken, Wirtschaft und Regierung stabilisiert werden. Die Bundesregierung beschloss am Vortage Milliardenbürgschaften und insgesamt den Einsatz von 10 Mrd. gegen eine Kreditklemme (HA).
  • 9. 9. 2009: Exportmotor kommt langsam wieder auf Touren (Überschrift HA/dpa): Im Juli wurden mit 70,5 Mrd. € 2,3 % mehr als im Monat zuvor exportiert. Im Juni waren es sogar 6,1 % mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist es aber immer noch ein Minus von 18,7 %.
  • 10. 9. 2009: GM wird wohl Opel-Anteile auf Empfehung des GM-Verwaltungsrats an Magna verkaufen. Option: 55 % an Magna mit dessen Partner Sberbank, GM will 35 % behalten und die Belegschaft erhält 10 %.
  • 17. 9. 2009: Zahl derArbeitslosen wird dramatisch steigen, lautet die OECD-Prognose aus Paris (stü/HA): In Deutschland soll die Arbeitslosenquote im 4. Quartal 2010 auf 11,8 % steigen, die Anzahl auf rund 5 Mio.. Im Juni/Juli 2009 lag die Quote noch bei 7,7 %. Im Gegensatz zu Ländern wie USA, Spanien, Japan und Irland stehen Ländern wie Deutschland und Frankreich der schlimmste Anstieg noch bevor, schreiben die OECD Arbeitsmarktexperten. Konjunkturexperte Michael Bräuninger vom HWWI Hamburg erwartet dagegen, dass die Arbeitslosenquote 2010 unter 10 % bleiben wird. "Die Konjunkturprogramme in Deutschland und die Möglichkeit zur Kurzarbeit federn ab."
  • 22. 9. 2009: Schlimmster Absturz des Exports in der Geschichte der Bundesrepublik. Im 1. Halbjahr 2009 sanken die Ausfuhren um 23,5 %. Der Export in  die EU-Staaten sank dabei um rund 24,3 % auf 249,8 Mrd., nach Russland um 38,9 %. Der Export betrug insgesamt 391,2 Mrd. €, der Import sank um 18,2 % auf 333,5 Mrd. €. Alles jeweils im 1 Halbjahr 2009 gegenüber dem 1. Halbjahr 2008. Zu den 3 besonders von der Krise betroffenen Ländern betrug der Einbruch: Irland (-41,3%), Spanien (-38,2 %) und Großbritannien (-27,8 %). Im Juli 09 erholten sich die Exporte im Vergleich zum Vormonat um 2,3 %, lagen dann damit aber um 18,7 % unter dem Juli des Vorjahres (AP in t-online.de, destatis.de). 
  • 25. 9. 2009: Beim 2. Krisen G20-Treffen in Pittsburgh wurde vorbeugend eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte beschlossen. "Der Staat muss regeln, was erlaubt ist".  In der Abschlusserklärung heißt es u. a.: „Banker-Prämien sollten sich an langfristiger Wertschaffung und nicht an exzessiven Risikoinvestitionen orientieren.“ Banken sollten mehr Eigenkapital vorhalten, damit sie nicht auf staatliche Hilfen angewiesen sind (Wulf Schmiese in FAS 27. 9. 09). - Die G-20 verpflichteten sich, ein Banken-Insolvenzrecht zu entwickeln, damit Gläubiger und Aktionäre zur Rechenschaft gezogen würden und nicht mehr die Steuerzahler. Die Ökonomen lobten den Ausgang des Treffens. Beispielsweise haften die Banken heute nur mit 4 % der Bilanzsumme.
  • 27. 9. 2009: Bundestagswahl und Landtagswahlen in Thürigen, Brandenburg, Saarland, Schleswig-Holstein (zuvor noch Sachsen). Ergebnisse: Neue Bundesregierung aus CDU/CSU (33,8%) und FDP (14,6%) mit zusammen 48,6%. Opposition mit SPD (23%), Linke (11,9%), Grüne 10,7% mit zusammen 45,6 %. Sitzverteilung: Union 239, FDP 93 = zus.332, sodann SPD 146, Linke 76, Grüne 68 = zus. 290 Sitze (oderAbgeordnete) (Vorl. amtl. Endergebnis, destatis.de). Regierungen: Schleswig-Holstein CDU + FDP, Sachsen CDU + FDP, Thüringen, Brandenburg (wohl) SPD/CDU und Saarland offen.
  • 2. 10. 2009: Einbruch des Automarktes nach Auslauf der Abwrackprämien am 2. 9. 09: Besonders GM in den USA - 45 %, Chrysler - 42 %, dagegen VW-USA + 1,5%, Daimler in Deutschland - 13,4 %, smart - 54 %, dagegen BMW + 3,6 %. Die Krise kostete den Superreichen in den USA 300 Mrd. $ (dpa in t-online.de). Ein Gewinner war dagegen z. B. der 25-jährige Gründer des Online-Netzwerks Facebook. Sein Vermögen stieg innerhalb eines Jahres um 500 Mio. auf ca. 2 Mrd. $ (dpa/AP in t-online.de).
  • 7. 10. 2009: Die EU-Währungshüter brachten 9 Strafverfahren, darunter gegen Deutschland, wegen Überschuldung von über 3 % des BIP und Gesamtschuldenstand von über 60 % des BIP auf den Weg. Es sind: Portugal (-6,5%), Slowenien (-5,5%), Slowakei (-4,7), Italien (-4,5%), Belgien (-4,5%), Tschechien (-4,3%), Österreich (-4,3%), Deutschland (-3,9%), Niederlande (-3,4%). Im nächsten Jahr soll bei allen dasDefizit noch höher sein (rt/HA + dpa, EU Prognose in HA 8. 10. 09). Zusätzlich laufen bereits Verfahren gegen 11 weitere Staaten - gesamt also gegen 20 der 27 Staaten.
  • 8. 10. 2009: Gold ist so teuer wie noch nie: Der Preis für eine Feinunze Gold 31 gr.) stieg auf 1048 $ = ca. 712 €.
  • 9. 10. 2009: Aus den USA meldet die Financial Times Deutschland (FTD): Die Federal Housing Administration (FHA) für Eigenheimkredite hat jetzt einen Marktanteil von 63 %. Ende September 08 lag der Anteil noch bei 24 %. Allein das Volumen an garantierten Krediten für Eigenheime hat sich seit 2008 auf 180 Mrd. $ verdreifacht. Häufig sei die Bonität der Schuldner schlecht. Der Eigenheim-Markt stabilisiert sich aber nach S&P/Case-Shiller-Index. - Felix Wadewitz berichtet in FTD, dass 2 ehemalige Manager der Investbank Bear Stearns vor Gericht stehen. Ihr Hedge-Fonds hatte sich mit Hyphotheken massiv verspekuliert und dadurch die Finanzkrise mit ausgelöst. Ihnen droht Gefängnis.
  • 14. 10.2009: Durch die Zunahme der Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit erhöhte sich das Defizit der Sozialversicherung im 1 Quartal von 4,2 Mrd. € im 2. Quartal  noch einmal um 9,2 Mrd. € (lt destatis.de, dpa in t-online.de) zusammen also 13,4 Mrd. €. Bei der Bundesagentur f. Arbeit sanken die Einnahmen im 1. Halbjahr um 30,6 % zu einem Defizit von rund 10 Mrd. - im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es nur 0,7 Mrd. €. Allerdings sei die Senkung des Beitragssatzes um 0,5 % zum Jahresanfang und eine vereinbarte spätere Zahlung des Finanzierungsbundesanteils als 2008 für einen Teil des Defizits verantwortlich. Die Ausgaben stiegen um 19,2 %.
  • 15. 10. 2009: Im Herbstgutachten rechnen die führenden Wirtschaftinstitute nach einem BIP-Rückgang in diesem Jahr von 5 % nur mit zögerlicher Erholung auf wieder 1,2 % Wachstum für das kommende Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen von z. Zt. 3,35 Millionen soll im kommenden Jahr auf durchschnittlich  4,1 Millionen steigen (im Frühjahrsgutachten hatten die Institute noch ein BIP Schrumpfen von 0,5 % vorausgesagt). Die Gutachter von RWI und DIW rechnen mit einem Rückgang der Kurzarbeit bei gleichzeitigem Personalabbau. In diesem Jahr werde die Defizitqoute auf 3,3 % im kommden sogar auf 5,2 % vom BIP steigen (w. über 3% wurde von der EU bereits ein Defizitverfahren eingeleitet). Die Experten sind gegen eine Steuersenkung auf Pump. Beginnen sollte man mit Abbau des strukturellen Defizits 2011. Die Institute ergänzen: "Eine größere Belastung mit Steuern und Sozialabgaben würde die Arbeitskosten erhöhen und die Arbeitsnachfrage dämpfen. - Die 5 "Wirtschaftsweisen" meinten in ihrem zuvor vorgestellten Gutachten, dass Union und FDP mittelfristig nicht um Steuererhöhungen herumkommen würden. - Als eins der wesentlichen Risiken für die Zukunft sehen die Institute, "dass neue Erschütterungen des internationalen Finanz- und bankensystems keineswegs ausgeschlossen sind." (AP, AFP in t-online.de). Siehe ergänzend auch www.nachhaltige-volkswirtschaft.de - "Der Weg zum Ziel" und "Gemeinsame Rettung".
  • 19. 10. 2009: Eine Studie der US-Bank Merrill Lynch zeigt, dass auch ein Jahr nach Zuspitzung der Finanzkrise Deutschlands Banken beim Abbau ihrer Schrottpapiere kaum vorangekommen sind. Faule Kredite und noch fehlende Wertberichtigung (z. B. bis 96 % bei der WestLB) wurden in DER SPIEGEL 43/2009 beschrieben.
  • 20. 10. 09: Das Versandhaus Quelle wird insolvent. Es lage aber nicht an der Wirtschaftskrise. Der Otto-Konzern kaufte dann am 5. 11. 09 die Marke Quelle mit der Marke Privileg von geräten und übernahm gleichzeitig das stark wachstumsorientierte Russlandgeschäft.
  • 26. 10. 2009: Die US-Krise zwang gerade 7 Banken in die Knie. Insgesamt waren es über 100 (dpa in HA).
  • 2. 11. 2009: Der wichtige US-Mittelstandsfinanzierer CIT hat am Sonntag zuvor Insolvenz beantragt. "die Insolvenz war allgemein erwartet worden." (dpa-AFX in t-online/bk in HA).
  • 4. 11. 2009: GM entscheidet Opel selbst zu sanieren. Es soll nicht an Magna verkauft werden. 3 Tage später berichtete SIEGEL-Online, dass die EU im Oktober vor einer möglichen Opel-Falle gewarnt habe. Diese Falle war ein Brief des Wirtschaftsministeriums auf Drängen der EU-Wettbewerbskommissarin Kroes an GM-Chef Henderson, in dem erklärt wurde, das der von GM gewählte Investor Unterstützung erhalten solle "unabhängig von der Identität des Investors". Die EU-Kommission will nach Agenturmeldungen den Plan von Bundesregierung und Ländern verhindern, Staatshilfe nur bei Erhalt der deutschen Werke zu gewähren (AFP, Igs). GM baut die Führung des Europa-Geschäfts radikal um, Europachef Forster verlässt GM. Der als harter Sanierer bekannte Nick Reilly soll zunächst Nachfolger werden. Die 4 Standortbeteiligten Bundesländer ersetzten ihren Vertreter Dirk Pfeil (FDP) durch den nordrhein-westfälischen Wirtschaftsstaatssekretär Jens Baganz (CDU) (Gregor Haake in FTD).
  • 4. 11. 2009: Die Royal Bank of Scotland (RBS) war ein großer Finanzkrisenproblemfall in England. Der Staat erhöhte seinen Anteil von 70 auf 84 %. Außerdem steckte die Regierung weitere 25,5 Mrd. Pfund direkt in die Bank. Sodann verordnete die Regierung, ebenso der Lloyds Banking Group, sich von Teilen ihres Geschäfts zu trennen, weil die EU Wettbewerbsbedenken angemeldet hatte. Vor allem die Übernahme des niederländischen Wettbewerbers ABN Amro hatte die RBS letztes Jahr mit in die Katastrophe gestürzt (dpa in HA). 
  • 6. 11. 2009: Die bildhübsche, Megha Mittal (aus der indischen Stahlkonzern-Familie) kaufte den insolventen deutschen Modekonzern Escada (rtr in HA).
  • 12. 11. 2009: Die Wirtschaftsweisen erwarten für 2010 Massenentlassungen trotz erwartetem BIP-Anstieg auf 1,6 %, weil die Wirtschaft vorraussichtlich 2009 um 5 % schrumpfte. Ein großer Teil der Firmen wird sich wohl nicht für eine verlängerung der Kurzarbeit entscheiden. Die Arbeitslosigkeit wird von 3,4 auf 3,9 Millionen steigen (cs mit AP und Bericht in FTD über t-online.de). 
  • 13. 11. 2009: "Steuersenkungsversprechen ohne solide Gegenfinanzierung, wie sie im Koalitionsvertrag stehen, sind unseriös", kritisieren die 5 Wirtschaftsweisen in ihrem in Berlin übergebenen Jahresgutachten die Steuerplänme von Union und FDP in scharfer Form. Ohne harte Einschnitte bei den öffentlichen Ausgaben oder ohne Erhöhung von Steuern oder anderen Abgaben, könne eine Konolidierung der staatlichen Haushalte nicht gelingen. - Im Jahre 2009 betrug die jährliche Zinslast schon über 70 Mrd. jährlich - laufend steigend.
  • 16. 11. 2009: In Ostasien hört Obama bei seinem Besuch Kritik an der laxen Geldpolitik der USA, die wieder eine neue Blase heraufbeschwören kann (FTD in t-online-de).
  • 24. 11. 2009: GM überwies die letzte Rate des Kredits von 1,2 Mrd. € samt 5,3 % Zinsen in Höhe von 400 Mio. € nach Berlin zurück. Dies verkündete die Bundeskanzlerin beim Deutschen Arbeitgebertag in Berlin. Durch den Kredit wurde Opel seinerzeit vor der Insolvenz gerettet (WELT KOMPAKT 25. 11. 09).
  • 24. 11. 2009: Das Kurzarbeitergeld sollte zum Jahresende auslaufen. Der Termin wird um 6 Monate verlängert, um Entlassungen zu vermeiden.
  • 26. 11. 2009: Dubai in Geldnot. Das Emirat hat 80 Mrd. Schulden und bittet Hauptgläubiger um 6 Monate Stillhalteabkommen. Die Dubai Bonds stürzten ab. Der Dax um 3 Punkte, die Aktien mit Dubai Beteiligungen, wie Porsche und Daimler ebenfalls. Hauptgrund sei der Niedergang des Immobiliensektors. Ein Staatsbankrott ist aber unwahrscheinlich (dpa/FTD in t-online.de).
  • 27. 11. 2009: Die Immobilienblase Dubai: Bei S&P sah man die finanzielle Abhängigkeit vom großen Bruder Abu Dhabi als Risiko an. In Abu Dhabi wurde immer konservativer und sicherer gewirtschaftet. Deshalb ging man nun auch auf Distanz zu Dubai. Leider entfallen (lt. FTD 27. 11. 09) drei Viertel der Forderungen gegen Dubai auf europäische Banken. Gegen alle Vereinigten Emirate 123 Mrd. $. Mehr als 50 Mrd. $ allein auf britische Banken, auf deutsche ca. 10 Mrd. $. Deutsche Bank und Commerzbank sollen dabei fast nicht betroffen sein   Laut JP Morgan Chase kletterten die Kosten zur Absicherung gegen einen Zahlungsausfall von Staatsanleihen Abu Dhabis stetig: Die Kreditderivate (Credit Default Swaps, CDS) von 99 Basispunkten am Dienstag auf 136 am Donnerstag und zum Freitag (27. 11. 09) auf 184 (27. 11. 09 FTD in t-online.de). Am 4. 1. 2010 (s. dort) soll dort das höchste Gebäude der Welt "Burj Dubai" oder "Burdsch Chalifa" eingeweit werden.
  • 2. 12. 2009: Konjunkturgipfel im Kanzleramt: Deutsche-Bank-Chef Ackkermann schlägt Fonds für den Mittelstand vor. Die Initiative geht von Commerzbank, Deutsche-Bank und den Sparkassen aus. Westerwelle: "Den Banken ist geholfen worden. Jetzt müssen die Banken ihre Verantwortung kennen." Die Bundesregierung ernannte Hans-Joachim Metternicht zum sogenannten Kreditmediator. Er soll im Auftrag der Regierung Ansprechpartner für Firmen sein, die Probleme mit ihren Hausbanken haben. Metternich wechselt zum 1. 3. 2010 als jetziger Chef der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz in Mainz nach Frankfurt, um dort seine neue Arbeit aufzunehnmen (3. 12. 09 dpa in HA). Aus dem Mittelstandsfonds sollten Unternehmen Finanzspritzen für ihr Eigenkapital bekommen. Dadurch erhielten sie bessere Noten von den Ratingagenturen und dadurch wieder günstigere Kredite. Die Commerzbank wollte ab Januar für Firmen, die zwischen 2,5 und 500 Mio Umsatz machen, um 5 Mrd. erhöhen. (K-W. Hansmann, Uni-Hamburg sagte dazu: "Die Banken legen aus Renditegründen das Geld lieber am Kapitalmarkt an, als es in Firmenkredite zu stecken" zitierte S. Preißler in HA 3. 12. 09). Die Top-Banker und Bundesbank-Präsident Weber warnten sodann beim Gipfel vor weiteren Störfällen im Finanzsystem. "Der Dubai-Absturz könnte nur Auftakt für ein neues Banken- und Börsenbeben sein", so Dr. Ackermann (AFP, dpa-AFX, mash 3. 12. 09 in t-online.de).
  • 10. 12. 2009: Bund, Länder und Gemeinden wollen sich 144,5 Mrd. € zusätzlich leihen, wie der Finanzplanungsrat mitteilt. Davon der Bund allein 100 Mrd. Begründet wird dies mit der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Deckungslücke zwischen den prognostizierten Einnahmen von gut 603 Mrd. € und den Ausgaben von 749 Mrd. € im Jahre 2010 stopfen neue Kredite. Dadurch steigt das Defizit in % des BIP 2010 auf gut 5 % (Barbara Möller aus Berlin in HA 11. 12. 09). Zum Vergleich Defizit in % des BIP: Irland -14,7 %, Griechenland -12,2%, Spanien -10,1%, Portugal -8%, Frankreich -8,2%, Slowenien -7%, Niederlande 6,1%, Slowakei -6%, Belgien -5,8%, Zypern -5,7%, Österreich - 5,5%, Italien -5,3 %, Deutschland 5,0 %, Finnland -4,5%, Malta -4,4%, Luxenburg 4,2 %. Für die Zinsen sind die Rating-Einstufungen maßgebend. So zahlt Griechenland für eine 10 Jahresanleihe 5,5 % (nach Herabstufung durch FitchRatings von A- auf BBB+). Deutschland zahlt wegen der Bestnote AAA nur 3%) B. Kranz in HA 11. 12. 09, Quellen %/BIP EU-Kommission + Herbstgutachten. 
  • 14. 12. 2009: In letzter Sekunde vor der Zahlungsfähigkeit Dubais gibt das Nachbaremirat Abu Dhabi 10 Mrd. $. Mit dem Geld konnten am gleichen Tag fällige Kredite bedient werden. Die Börse in Dubai ging um 10 Punkte nach oben. Auch der DAX legte etwas zu (rtr in HA 15. 12. 09).
  • 16. 12. 2009: "Ein selbsttragender Aufschwung sei noch nicht in Sicht warnten das Münchner Ifo-Institut und das Hamburger WeltWirtschafts-Institut (HWWI)" Das Ifo-Institut rechnet für 2010 mit 1,7 % Wachstum nach einem Einbruch von 5 % in diesem Jahr, das HWWI mit 1,5% (16. 12. 09 dpa in HA). Allerdings rechnet Prof. Sinn vom Ifo-Institut für 1011 nur mit 1,2 % Wachstum vom BIP (in Bild 16. 12. 09).
  • 18. 12. 2009: Der Bundesrat stimmt dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz zu. Es soll 8,5 Mrd. Steuerentlastungen für Familien, Erben, Unternehmen und Hotels bringen, von denen auf den Bund 4,6 Mrd. € und die Länder incl. Kommunen 3,9 Mrd. € entfallen.
  • 19. 12. 2009: Die Weltklimakonferenz in Kopenhagen geht mit einem Minimalkonsens als Kompromiss zu Ende. Die "Kopenhagener Vereinbarung" ist nicht rechtsverbindlich, sondern wurde nur zur Kenntnis genommen. Ein Abkommen sollte auf der nächsten Weltklimakonferenz Ende 2010 in Mexiko gefunden werden. Nabu sprach von einem Komplettversagen und Töpfer setzte den  Kompromiss mit einem Scheitern gleich (ddp in Sonntags Markt 20. 12.).
  • 22. 12. 2009: Die Finanzlage der Kommunen verschlechtert sich dramatisch: Durch rückläufige Steuereinnahmen in den 1. drei Quartalen allein ein Minus von  6,7 Mrd. Im Vorjahreszeitraum war hier noch ein Überschuss von 5,6 Mrd. € lt. Stat. Bundesamt am 22. 12. - Die Einnahmen der Kommunen lagen in dieser Zeit mit 119,4 Mrd. um 3,6% niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben stiegen dagegen um 6,6 % auf 126,1 Mrd €. Die Gewerbesteuereinnahme sank mit 19,8 Mrd. um 21,5 %, allein im 3 Quartal ergab sich ein Rückgang um 36,6 %. Der gemeindeanteil an der Einkommenssteuer ging um 7 % auf 12,4 Mrd. € zurück (dpa in HA 23. 12. 09).
  • 23. 12. 2009: Griechenland wurde durch die Ratingagentur Moody's hinsichtlich der Kreditwürdigkeit von A1 auf A2 herabgestuft. Dies sind 2 Stufen höher als BBB+ von S&P und Fitch (aus Athen rtr in HA 23. 12. 09).
  • 23. 12. 2009: Rezession drückte den Klimagas-Ausstoß drastisch, d. h. in 2009 aus energiebedingten Emissionen um 7,7 % + Industrieprozesse 1,2 % = 8,9 %. Das Kyoto-Protokoll würde damit erheblich übererfüllt. Die Verminderung der 6 Klimagase betrug 28 %, brauchte aber nur 21 % bis 2012 zu sein. Hans-Joachim Ziesing von der AG Energiebilanzen teilte dies mit und dazu weiter, dass die Krise mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um etwa 5 % den höchsten Emissionsrückgang seit 1991 bewirkte (APD in HA 23. 12. 09).
  • 25. 12. 2009: Steuererhöhungen auf Pump seien abzulehnen, denn die Schulden seien die Steuern von morgen, so DIW-Präsident Klaus Zimmermann gegenüber ddp (erschienen in t-online.de von dpa, AP, bv 25. 12. 09). Angesichts 1,6 Billionen Schulden sei die MWSt-Erhöhung auf 25 % unvermeidlich, jedoch in mehreren behutsamen Schritten. Arbeitgeberpräsident Hundt sagte dazu: Aus meiner Sicht sind die Sanierung der öffentlichen Finanzen und die Sicherung stabiler Sozialversicherungsbeiträge wichtiger als Steuersenkungen (t-online.de von dpa, AP, bv 25. 12. 09).
  • 28. 12. 2009: Überschreiten der Marke von 6000 Zählern im DAX. "Doch schon ab dem Frühling 2010 ...könnte dann wegen der Zinspolitik eine Kehrtwende eintreten. Dennoch sehen 13 von der Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Experten den Leitindex zum Jahresende 2010 im Schnitt bei rund 6240 Punkten" (dpa-AFX, sky in t-online.de).
  • 2./3. 1. 2010: Europas Automarkt bricht ein. Nach Dudenhöffer-Prognose werden in Westeuropa fast 1 Mio. weniger verkauft als 2009 = 7 % Minus. DieAbsatzchancen steigen dagegen in USA, China, Russland und Indien - weltweit Verkaufsplus von 4,3 % auf 55,08 Mio Autos. In Deutschland wurden dank der Abwrackprämie 2009 24 % mehr Autos als 2008 verkauft (rund 3,8 Mio), für 2010 erwartet Dudenhöffer einen Nachfrageeinbruch um 26 % (auf 2,8 Mio.) (dpa in HA). - Vom Mehr 2009 sollen über die Hälfte Auslandsimport sein.
  • 2./3. 1. 2010: Die Chinesische Wirtschaft soll 2010 um 9,5 % wachsen, so ein staatliches Wirtschaftsinstitut (Peking). Die äußeren Bedingungen werden sich nicht weiter verschlechtern, die Teuerung bleibt unter 3 %, die Investitionen im Immobilienbereich können um 30-40 % in die Höhe gehen. Die staatlichen Investitionen und die Rekordkreditvergabe der Banken trieben das Wachstum bereits im 3. Quartal 09 auf 8,9 % (rtr in HA).
  • 2./3. 1. 2010: Islands Parlament beschließt Rückzahlung der Milliardenschulden, 3,8 Mrd. € an Großbritanien und die Niederlande innerhalb 14 Jahren (dpa/HA in HA). Betroffen sind 320.000 Kunden der Pleitebank Icesave. Dies würde die Isländer mit 18.000 $ Schulden zusätzlich belasten oder 40 % des BIP. Am 6. 1. 10 wurde gemeldet (AFP/rtr in HA), dass Islands Präsident Grimsson am 5. 1. verkündte, er werde das Gesetz nicht ratifizieren. Rund 60.000 Bürger = ca. 25 % der wahlberechtigten Isländer unterschrieben eine Petition gegen die Rückzahlung. Anfang März sollen die Isländer über die umstrittene Rückzahlung per Volksabstimmung abstimmen. Eine evtl. Entscheidung dagegen könnte benötigte Milliardenkredite und die Beitrittsverhandlungen zur EU bedrohen (dpa, SFP, bab in t-online.de 9. 1. 10)
  • 4. 1. 2010: Im- und Export gingen zurück: Im 3. Quartal 09 gegenüber dem Vorjahr der Import um 18,9 % auf 167,9 Mrd. €, der Export um 19 % (lt. Stat. Bundesamt). Besonders stark gingen die Exporte nach Ungarn, Polen, Ukraine und Russland zurück (5. 1. AFP in HA).
  • 4. 1. 2010: Im Emirat Dubai wurde der 828 m hohe Burdsch Chalifa als jetzt höchstes Gebäude der Welt eingeweiht. Der international rennomierte Architekt Albert Speer sagte dazu im Gespräch zu DER SPIEGEL (2/2010) u. a.: "In Dubai wird man den Großteil der Gebäude wohl bald wieder abreißen." SPIEGEL: Warum? Speer: "Ich bin der Überzeugung, dass man dort zum großen Teil die Slums des 21. Jahrhunderts baut....Im Bauen ist längst nicht alles qualitativ so gelungen wie Burdsch Chalifa. Vieles ist schneller, billiger Spekulationsbau, der leer steht...." 
  • 6. 1. 2010: China überholt Deutschland als Exportweltmeister. Die Ausfuhren Chinas betrugen bis November 1071 Mrd. $. Das Land wächst nahezu ungebremst weiter. In diesem Jahr dürfte es Japan überholen und zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht hinter den USA aufsteigen (dpa in t-online.de).
  • 12. 1. 2010: 16 % mehr Pleiten 2009, damit rechneten die Statistiker im Dezember für das Gesamtjahr. So lag die Zahl der Insolvenzen im Oktober 2009 um 15,9 % über dem Vorjahresmonat. Von Januar bis Oktober wurden 11,7 % mehr als im Vorjahreszeitraum = 27.565 Insolvenzen gemeldet. Die Pleitewelle durch die Finanzkrise soll lt. Creditreform 2010 weiter gehen. Aus Zahlungsnot werden bis zu 40.000 Unternehmen Insolvenz anmelden. "Die Wirtschaftskrise fordert ihren Tribut", sagte dazu das Creditreform-Vorstandsmitglied Helmut Rödl. Bei vielen Firmen sei das Eigenkapital bedenklich geschrumpft, sie kämen schwieriger an Kredite und litten unter Zahlungsausfällen (dpa-AFX / t-online).
  • 12. 1. 2010: Millionen Arbeitslose durch Insolvenzen. Seit 2000 wurden in Deutschland rund 5 Mio. Arbeitnehmer durch rd. 340.000 Firmeninsolvenzen betroffen. Das wären lt. Creditreform 20 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die Schäden für die Gläubiger beliefen sich auf 250 Mrd. €. Außerdem meldeten 600.000 Verbraucher Privatinsolvenz an (dpa-AFX / t-online).
  • 13. 1. 2010: Die exportabhängige deutsche Wirtschaft ist 2009 eingebrochen wie noch nie. Das BIP schrumpfte 2009 um insgesamt 5 %, wie das Stat. Bundesamt mitteilte. Bes. im Winterhalbjahr 08/09 brach der Export ein. Der private Konsum stieg (bes. durch d. Abwrackprämie) um 0,4 %, der staatliche um 2,7 %. Bund, Länder und Gemeinden wiesen für 2009 ein Finanzierungsdefizit von 77 Mrd. auf. Dies brachte eine Defizitquote von 3,2 %. Kaum spürbar war der Rückgang auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbstätigen lag lt. Egeler vom Stat. Bundesamt bei 40,2 Mio., die Mitarbeiter wurden nicht entlassen, sondern die Arbeitszeit reduziert, durch Kurzarbeit, Abbau von Arbeitszeitkonten oder Arbeitszeitkürzungen. Die gesamtwirtschaftliche Produktivität ging, lt. Egeler, im Vergleich zu 2008 um 4,9 % zurück, je Arbeitsstunde um 2,2 %, die Nettolöhne um 0,9 %. Die Verbraucherpreise stiegen um 0,4 % (dpa, AFP in t-online.de).
  • 14. 1. 2010: Die Defizitquoten zum BIP von EU-Staaten betrugen: Luxenburg -2,3 %, Deutschland -3,2 %, Österreich -4,24 %, Finnland -4,34 %, Italien -5,26 %, Niederlande -5,29 %, Belgien -5,59 %, EU-Raum Durchschnitt -6,46 %, Portugal -8,31 %, Frankreich -8,32 %, Spanien -11,91 %, Griechenland -13,37 %, Irland -13,82 %. (Stat. Bundesamt, OECD, Commerzbank Research in HA 14. 1. 10). Die Bundesregierung hob ihre Prognose des BIP Wachstums von 1,2 auf 1,5% an (in HA 14. 1. 10 O. Schade).
  • 18. 1. 2010: Die Bundesbank schätzt den Wertberichtigungsbedarf im Zuge der Krise auf zusätzlich bis zu 90 Mrd. €. Hinzu kommt ein weiterer Korrekturbedarf für sogenannte vergiftete Produkte von 10-15 Mrd. €, sagte Vorstandsmitglied Hans-Helmut Klotz im Südwestfunk. Ein robustes Finanzsystem erfordert nach seiner Ansicht auch mehr Eigenkapital und höhere Liquiditätsreserven. "Die Banken sollten die gegenwärtige gute Gewinnsituation dazu nutzen, ein Risikopolster aufzubauen...". WestLB-Chef Voigtländer krtisierte in WamS die zögerliche Gründung von Bad Banks. Er appellierte an andere Kreditinstitute Problempositionen mit Bundeshilfe auszulagern, um Finanzierungsengpässe für die Wirtschaft zu verhindern. Er sprach sich auch für eine Verlängerung der Frist für den Antrag zur Bad Bank Gründung aus (apn in HA).
  • 27. 1. 2010: Das 40. Weltwirtschaftsforum in Davos wurde vom französischen Staatspräsidenten Sarkozy eröffnet. Dabei stimmte Sarkozy mit Obama darin überein, dass die Banken von unmäßigen Spekulationen oder dubiosen Finanzgeschäften abgebracht werden müssten. "Der Beruf eines Bankiers ist es nicht, Spekulant zu sein! Es gibt unwürdiges Verhalten, das in keinem Land der Welt mehr geduldet wird, liebe Freunde, auch nicht im größten" Das waren die USA mit Obamas neuen Plänen zu Bankenregulierung. Und weiter sagte Sarkozy:...."Diese Debatte kann aber nicht auf ein einzelnes Land begrenzt sein, wie auch immer sein Gewicht in der weltweiten Finanzwelt ist." Dieses Thema gehöre in die Gruppe der G20. Obama will die Größe der Bankkonzerne begrenzen, damit künftig das Argument, sie seien zu groß, um sie fallen zu lassen, nicht mehr zieht. Außerdem soll das Geschäft mit Hedge-Fonds und Investment-Banking vom übrigen Bankgeschäft getrennt, und der Eigenhandel der Banken damit drastisch begrenzt werden. Gerade dieser Eigenhandel hatte den Banken die hohen Verluste gebracht. Der Teil könnte dann auch insolvent gehen, ohne alles mitzuziehen. Nouriel Roubini, Finanzwissenschaftsprofessor an der Universität, war dadurch bekannt geworden, dass er die aktuelle Krise vorausgesagt hatte. Er warnte: "China kann nicht der einzige Motor des globalen Wirtschaftswachstums sein." - (Warum nicht?) - In der 1. Jahreshälfte werden nach seinen Worten noch die Folgen der staatlichen Stimulierungshilfen zu spüren sein. "In der zweiten Jahreshälfte wird man einen Niedergang in den USA, Europa und Japan sehen. Zu den Plänen Obamas zur Bankenregulierung sagte er, sie "gehen endlich in die richtige Richtung. Sie reichen aber nicht aus. Ein Business as usual" dürfe es nicht geben. - Deutsche Bank Chef Ackermann kritisierte die Vorschläge in Davos mit: "Am Ende könnten wir alle die Verlierer sein, wenn wir keine effizienten Märkte mehr haben." Dies führe in die Irre, weil sich die Gefahr erhöhe, dass Anleger in unregulierte Kapitalmärkte flüchteten. Ackermann warnte vor Alleingängen der Regierungen. Der EZB-Präsident erklärte dagegen dem Wall Street Journal, die US-Pläne gingen "in die selbe Richtung wie unsere Position." Es sei notwendig, dafür zu sorgen, dass der Bankensektor sich "auf die Finanzierung der Realwirtschaft konzentriert. Zentrales Thema waren die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Zunächst ging es um die ungleichgewichtige Erholung der Weltwirtschaft - mit Boom in China und Bremsung durch hohe Arbeitslosigkeit in vielen Industrieländern. Der Vorstandschef der britischen Standard Chartered Bank Sands erklärte, die Finanzindustrie sei aufgrund der verschärften Regulierung und Überwachung "von Grund auf umgewandelt" worden (nach HA aus Davos am 28. 1. 10). "Grundsätzlich stießen Obamas Vorschläge in Davos auf viel Zustimmung, doch der Weg zu einer besseren Regulierung wurde heftig debattiert. DB-Chef Ackermann: 'Wir müssen selbst aktiv die nötigen Schritte zu einer Mäßigung einleiten. Alle in unserer Branche müssen einsehen, dass die Gesellschaft gewisse Übertreibungen nicht mehr akzeptiert." Er plädierte zugleich dafür, bei einer weiteren Regulierung der Finanzmärkte beide Ziele im Auge zu behalten, die Stabilität der Märkte und die Handlungsfähigkeit der Banken.' Ackermann warb in Davos noch einmal für die Einrichtung eines europäischen Fonds - finanziert vor allem durch die Banken - um angeschlagene Geldinstitute aufzufangen oder abzuwickeln. Commerzbank-Chef Blessing begrüßte die Pläne von..Obama und forderte...schärfere Regulierungen für die Finanzbrache: 'Wir werden noch weitere Regulierungsmaßnahmen brauchen. Ich kann in einem völlig unregulierten Bankensektor keinen Nutzen sehen.' (Olaf Preuß in HA 1. 2. 10) - Das Weltwirtschaftsforum endete am 31. 1. 10. Siehe dazu auch www.nachhaltige-volkswirtschaft.de : Die nächste Krise - Der Staat muss regeln, was erlaubt ist).
  • 4. 2. 2010: Creditreform teilte mit, dass die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland um 16 % auf gut 34 300 Fälle stieg und in Westeuropa auf 185 000 Fälle (dpa in HA 4. 2. 10).
  • 4. 2. 2010: Marktforscher erwarten stagnierenden Konsum für 2010. Der Anteil der Verbraucher, die in Deutschland direkt von der Wirtschaftskrise betroffen sind, steigt. Und zwar von 23 auf 27 % der Haushalte, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) berichtet (dpa in HA).
  • 4. 2. 2010: Die Ölpreise steigen. Am späten Nachmittag des 3. 2. 10 kostete 1 Barrel (159 Ltr.) der Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im März noch 77,59 $ und damit 36 Ct mehr als am Vortag. In der Vorwoche waren es noch 73 $ (dpa 4. 2. 10 in HA).
  • 9. 2. 2010: Der Industrieumsatz brach 2009 um 17 % gegenüber 2008 lt. Stat. Bundesamt ein. Im Dezember 09 lag der Einbruch nur noch bei 6 % gegenüber dem Dezember im Vorjahr (APN in HA).
  • 9. 2. 2010: Die Deutschen sparen bei Lebensmitteln und Restaurantbesuchen. Gespart wird auch bei größeren Anschaffungen, Kneipen-, Kino-, Café- und Theaterbesuchen (lt. Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bk in HA).
  • 9. 2. 2010: Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) hat in ihrem "Schwarzbuch Börse 2009" mehrere Dutzend Unternehmen an den Pranger gestellt. Besonders werden der Staat (HRE), Porsche (Wendelin) und Arcandor angegriffen.
  • 10. 2. 2010: China wurde 2009 Exportweltmeister mit Ausfuhr von 1201 Mrd. $. Die deutschen Exporte brachen dagegen 2009 dramatisch um 18,4 % auf  803,2 Mrd. € ein. Dies war der stärkste Exportrückgang in der Nachkriegszeit. Die Einfuhren sackten um 17,2% auf 667,1 Mrd. € (Beate Kranz in HA).
  • 11. 2. 2010: Beim EU-Sondergipfel zur Schuldenkrise Griechenlands in Brüssel handeln die EU-Staatschefs einen Schutzschild für das Land aus: "Vorerst keine Finanzhilfen der EU für Griechenland." Zuerst sollen massive Sparanstrenungen des Landes erfolgen, für zuletzt, bei dringender Notwendigkeit, wurde eine Unterstützungserklärung abgegeben. Der € sackte im Handelsverlauf gegenüber dem $ von 1,38 auf 1,36. Hilfen sind lt. EU-Vertrag eindeutig verboten. Nach Emnid-Umfrage für N24 lehnten 71 % der Befragten Hilfszahlungen für Griechenland ab. Deutsche Banken zählen mit 31 Mrd. € zu den größten Gläubigern (Volker Mester in HA 12. 2. 10). 
  • 13. 2. 2010: Das BIP stagnierte zuletzt lt. Stat. Bundesamt 2009: Im 1. Quartal 09 wurde noch -3,5 %, im 2. + 0,4 und im 3. Quartal + 0,7 % verzeichnet. Im 4. Quartal dagegen +/- 0 % BIB. Der Wegfall der Abwrackprämie machte sich bemerkbar. Von Eurostat wird berichtet, dass die Wirtschaft im 4. Quartal in Frankreich, den Niederlanden und Österreich (geringfügig) wuchs, in  Griechenland, Italien und Spanien schrumpfte (in HA). Die schwächere Wirtschaftsentwicklung schlug sich bei den Steuereinnahmen nieder: Die sanken lt. BMF z. Handelsblatt im Januar gegenüber dem Vormonat von Bund, Ländern und Gemeinden um 7,8 % (dpa in HA).

Zur €- Schuldenkrise (vor allem Griechenlandkrise) siehe im nächsten Abschnitt:

  • 23. 2. 2010: Dubais Finanznöte erreichen Kuweit. Die Bankenfinanzierung Kuweits konzentrierte sich lt. Moody's auf Verbraucher, den Immobiliensektor, die Baubranche und Investmentgesellschaften. Letztere waren bei Private Equity, im Bauwesen und an den Weltbörsen, meistens fremdkapitalisiert, tätig. Der Bericht spricht von riskanten kurzfristigen Finanzierungen. Der Chairman des einflussreichen Alshall Investment, Jasem Al-Sadoun, sagte der Financial Times, dass es derzeit in Kuweit rund 100 private Investmentgesellschaften gebe. Bis 2011 würden davon nicht einmal die Hälfte den Schuldensturm überleben. Weiter wird berichtet, dass die Zweifel an der Schuldenrückzahlung z. B. von Dubai World wachsen, ganau wie die Kosten von Ausfallbürgschaften (FTD in wirtschaft.t-online.de).
  • 24. 2. 2010: Deutsches Staatsdefizit 2009 mit 79,3 Mrd. € noch größer als noch 1 Monat zuvor (77,2 Mrd) angenommen. Die staatliche Defizitquote betrog 3,3 %/ BIP. Das Statistische Bundesamt geht aber von 5 % für 2010 aus (dpa-AFX in wirtschaft.t-online.de).
  • 5. 3. 2010: 43 % der Bundesbürger, bei den 51-65-jährigen sogar 60 % der Bundesbürger, haben durch die Finanzkrise lt. Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK das Vertrauen in die Banken verloren.
  • 5. 3. 2010: Großbritannien ist in der Schuldenfalle. Defizit in % BIP lt. Prognose -12,8% (für 2010) für Haushaltsdefizit und Staatsverschuldung 80,3 % BIP, Das Britische Pfund im Februar 10 1,10 € (Quellen EU, OECD, Office for National Statistics in HA 5. 3. 10).
  • 7. 3. 2010: Isländer lehnen die Schuldentilgung ab. Mit 93 % per Volksabstimmung. Nur 1,8 % waren fürdie zahlung der 3,9 Mrd. € an Großbritannien und die Niederlande. Der IWF, von dem Island 4,6 Mrd. $ erwartet, drängt aber auf eine Rückzahlung der Auslandsschulden (apn in HA 8. 3. 10).
  • 10. 3. 2010: Die deutschen Exporte sanken im Januar gegenüber Dezember um 6,3 % auf fast 67 Mrd. € lt. Stat. Bundesamt. Die Einfuhren nahmen dagegen um 6 % auf 56 Mrd. € zu.
  • 10. 3. 2010: In China stiegen die Ausfuhren im Februar 2010 im Vergleich zum Febr. 2009 um 45,7 %. Allerdings stiegen auch die Importe um 44,7 % für den gleichen Zeitraum (apn, AP in wirtschaft.t-online.
  • 12. 3. 2010: Deutschlands Verschuldung der öffentlichen Haushalte stieg lt. Stat. Bundesamt 2009 um 7,1 % oder 112,7 Mrd. € auf 1,69 Billionen €. Beim Bund stiegen die Verbindlichkeiten dabei um 6,9 % oder 68,1 Mrd. € auf 1.053 Mrd. €, bei den Ländern um 8,5 % oder 41,4 Mrd. € auf 526,3 Mrd. €. Zu letzterem trugen die Verluste der Landesbanken maßgeblich bei (Bayern LB -5,2 Mrd, HSH Nordbank - 2,8 Mrd., LBBW - 2,6 Mrd. in 2008 lt. Landesbanken Globus in HA 18. 12. 09). Bei den Gemeinden erhöhten sich die Schulden um 3 % oder 3,2 Mrd. auf 112,1 Mrd..
  • 1. 4. 2010: Am Ende des 1. Quartals 2010, also nur 3 Monate später, betrugen die Schulden lt. Stat. Bundesamt bereits 1,711 295 Billionen, dies sind bereits wieder 1,1 % mehr (pau in HA 29. 6. 10).
  • 3. 4. 2010: In den Bilanzen europäischer- und US-Banken lauern lt. der chinesischen Zentralbank noch riesige Mengen fauler Kredite, mit dem Risiko, das führende Industrienationen wie USA und GB ihre Bestnoten für die Kreditwürdigkeit verlieren könnten und einer Gefahr für die Weltwirtschaft (3. 4. 10 FTD in t-online.de).
  • 9. 4. 2010: Lt. Stat. Bundesamt betrug die Ausfuhr von Waren im Februar 2010 70 Mrd. € und die Einfuhr 57,3 Mrd. €. Im Vergleich zum Januar betrug die Steigerung 5,1 % und im Vergleich zum extrem schwachen Februar des Vorjahres 9,6 %. BGA Verbandspräsident Börner sagte dazu: "Die deutsche Exportwirtschaft lässt die Krise allmählich hinter sich, auch wenn gelegentliche Rückschläge nicht auszuschließen sind" (dpa/HA 10./11. 2010).
  • 9./10. 5. 2010: Ab 15 Uhr kommen die Finanzminister in Brüssel zusammen, um bis zur Börsenöffnung in Tokio am nächsten Tag um 2.00 Uhr ein Rettungspaket für den EURO von zusammen 750 Milliarden zu schnüren. Um 2.09 heißt es "Bravo", und um 2.36 dankt Kanzlerin Merkel den übermüdeten Mitarbeitern Pofalla, Weidmann und Wilhelm und in Brüssel Asmussen und de Maiziére, der den plötzlich ausfallenden Finanzminister Schäuble ersetzen musste. - Alle gaben ihr Letztes (z. T. in DER SPIEGEL Nr. 20 2010).
  • 18. 5. 2010: Die EU-Finanzminister beschließen gegen den Widerstand von Großbritannien eine Regulierung von Hedgefonds und Private-Equity-Firmen.
  • 19./20. 5. 2010: Über Nacht wurden ungedeckte Leerverkäufe im Alleingang durch Berlin verboten.
  • 21. 5. 2010: Der US-Senat beschließt Gesetz zur umfassenden Reform des US-Finanzmarktes. So sollen u. a. spekulative Finanzgeschäfte schärfer kontrolliert werden.
  • 27. 6. 2010: Im Anschluss an den G8-Gipfel beschloss der entsprechend erweitere G20-Gipfel im kanadischen Toronto die Haushaltsdefizite bis 2013 zu halbieren. Um den Aufschwung zu stützen müssten bestehende Konjunkturprogramme aber fortgeführt werden. Von 2016 an soll mit dem Abbau der Schuldenberge begonnen werden. "Es ist mehr als ich erwartet habe", sagte Bundeskanzlerin Merkel dazu. Weitere Schritte sollen im November folgen (28. 6. 10 in HA).
  • 5. 7. 2010: Für 2010 geht das Finanzministerium von einer Nettokreditaufnahme von 65,2 Mrd. € aus. Es ist die bislang höchste Neuverschuldung. Sie fällt aber geringer aus, als die bislang eingeplanten 80,2 Mrd. €. Für 2011 sind 57,5 Mrd. Neuverschuldung geplant (AFP aus Berlin in HA 5. 7. 10).
  • 8. 7. 2010: In Deutschland hat der Arbeitsmarkt lt. OECD-Bericht die Wirtschaftskrise deutlich besser überstanden als in den meisten anderen OECD-Ländern. Die Arbeitslosenquote ist in Deutschland deutlich zurückgegangen und lag im Mai lt. destatis bei 7 %. Probleme sieht die OECD bei der hohen Zahl der Langzeitarbeitslosen. So waren hier 62 % der Arbeitslosen länger als 6 Monate ohne Beschäftigung, und 45 % länger als 12 Monate. Im OECD-Mittel waren es nur 40 % bzw. 23 % (HA aus Berlin 8. 7. 10).
  • 16. 7. 2010: Der US-Kongress hat das vom Senat beschlossene Gesetz zur Reform des US-Finanzmarktes beschlossen. Das Gesetz sieht u. a. ein Warnsystem für Finanzmarktrisiken und eine Verbraucherschutzbehörde vor. Die Regierung erhält die befugnis, Firmen zu zerschlagen, die zur Gefahr für die gesamtwirtschaft werden könnten. Wenn insolvente Großkonzerne aufgelöst werden müssen, sollen die Kosten von anderen Unternehmen der Branche getragen werden.
  • 19. 7. 2010: Global Insight, Commerzbank sagt für 2010 Steigerung des BIP gegenüber Vorjahr in % voraus: Deutschland 2,5, Frankreich u. Niederlande 1,3, Euroraum 1,2, Belgien 1,1, Portugal 1,0, Österreich 0,9, Finnland 0,8, Irrland 0,7, Italien 0,6, Spanien -0,3, Griechenland - 4,0 (Steffen Preissler in HA).
  • 23. 7. 2010: Obama unterzeichnete ein Gesetz gegen Verschwendung in Behörden und Regierung, das bis 2012 Einsparungen von 50 Mrd. $ im Staatsapparat ermöglichen soll. Das Defizit für 2010 wurde vorläufig auf 1,47 Billionen $ geschätzt. Für jeden ausgegebenen Dollar leihe die Regierung 41 Cent (AFP in HA 24./25. 6. 10).
  • 23. 7. 2010: Von 14 deutschen Banken bestehen 13 (HRE nicht) den Stresstest der EZB und der CEBS einer Kernkapitalquote von mindestens 6 %. In der Reihenfolge betrug diese: LB Berlin 11,2 %, Deutsche Bank und HSH Nordbank 9,7 %, Commerzbank und WGZ-Bank 9,1 %, Bayern LB 8,8 %, DZ-Bank 8,7 %, Dekabank 8,4 %, Landesbank BW 8,1 %, Helaba 7,3 %, Wesr LB 7,1 %, Postbank 6,6 %, Nord LB 6,2 % (Volker Mester, Steffen Preissler 24./25. 10 in HA).
  • 23. 7. 2010: Das Geschäftsklima hat sich lt. Ifo-Institut München so stark verbessert wie zuletzt vor 20 Jahren (apn/dpa in HA 24./25. 7. 10).
  • 28. 7. 2010: "DAX steigt 5. Tag in Folge": Frankfurt DAX 6207,31 - EURO 1, 303. Doch am Nachmittag sank der Dax dann auf 6134,70 (28./29. 7. in HA). - Volker Mester in HA am 28. 7.: "Verbraucher in bester Kauflaune" -  Ifo-Index f. d. Geschäftsklima 106,2, Industrieproduktion 14 % über d. Vorwoche (BDI), Arbeitslose von 3,64 auf 3,15 gesunken (ARGE).
  • 10. 9. 2010: Deutschland hängt lt. neuem Wettbewerbsbericht des Weltwirtschaftsforums die EURO-Länder ab und rückt auf Rang 5 von 139 Ländern im intenationalen Vergleich. Dabei bei der Innivationskraft auf Platz 1, beim BIP auf Platz 4 (vor China, Japan USA), bei den wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften von Rang 7 (2009 auf Rang 5). (10. 9. 10 Olaf Preuss in HA).
  • 14. 9. 2010: Das neue Regelwerk Basel III wurde beschossen, das die Banken sicherer machen soll (Volker Mester in HA).
  • 3. 12. 2010: "Rohstoffe so teuer wie noch nie" (Meldung Bob Geisler in HA). Baumwolle, Kaffee, Zucker, Kautschuk - alle Preise erhöhten sich sei 2006 auf bis zum Doppelten. Der DAX bei 6.957.
  • 22. 2. 2011: Bankenrettung treibt Schulden auf Rekordniveau: Lt. Stat. Bundesamt betrug die Schuldenlast der öffentlichen Haushalte zum Ende 2010 1998,8 Mrd. €. Zum Ende des Vorjahres waren es 304,4 Mrd. weniger. Dazu trugen die 2010 gegründeten Bad Banks wesentlich bei, vor allem von Hypo Real Estate und der WestLB mit zus. 232,2 Mrd. €. Beim Bund erhöhten sich die Schulden um 22 % = 230,3 Mrd. € auf 1284 Mrd. €. Die Länder waren mit 595,3 Mrd. € verschuldet, bei einem Zuwachs von 13 % = 68,6 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr. Die Verschuldung der Gemeinden stieg um 4,9 % = 5,6 Mrd. € auf fast 119,4 Mrd. € (dpa in HA 22. 2. 2011).
  • 24. 2. 2011: Ifo-Chef Hans-Werner Sinn brachte in einem Beitrag für die Wirtschaftswoche den Stein ins rollen: Durch Finanztransfer über Target 2 (das seit 2007 der Verrechnung von Zahlungsströmen innerhalb der EZB dient) sind die Schulden der EZB und nationaler Notenbanken des EURO-Raums bis Ende 2010 auf 338 Mrd. € angestiegen, von denen Deutschland ein Risiko von 91 Mrd. € hat. Sinn warnte: "Wenn Länder, deren Banken die Kredite gegeben wurden, zahlungsunfähig werden, haftet Deutschland." Diese Haftung sei aber nicht demokratisch legitimiert. Prof. Max Otte legte nach: "Deutschland ist endgültig zur Geisel der Schuldenländer geworden." (Frank Lansky am 24. 2. 11, 13,09 t-online.de.)
  • 25. 2. 2011: Staatsdefizit 2010 -3,3 % des BIP. Maastrich Grenzwert ist 3 % (2008 +0,2 %,  2003 -4%) Konjunkturpakete, Kurzarbeitergeld und Bankenrettung trieben die Schulden hoch. Irland hat dagegen 32 % des BIP an Staatsdefizit ( aus V. Mester in HA 25. 2.: Schuldensünder gelobt Besserung, in 2011 sind -2,5 % geplant).
  • 7. 4. 2011: Der IWF warnte, nach Angaben der Londoner Zeitung "The Times", davor, dass sich die Summe toxischer Wertpapiere in den Bilanzen von Banken und Versicherungen auf bis zu 4 Billionen US-Dollar erhöht hat (in wirtschaft.t-online/bv).
  • 3. 5. 2011: Nach Griechenland und Irland erhält auch Portugal von der EU und dem IWF Milliarden-Finanzhilfe: 78 Mrd. €. Zugleich sitzt das Land auf riesigen Goldreserven von rund 21 Mrd. € (in Spiegel-Online).
  • 9. 5. 2011: Die deutschen Exporte betrugen allein im März 2010 98,3 Mrd. €, davon entfielen 58,8 Mrd. auf EU-Länder. Die Einfuhren betrugen 79,4 Mrd., davon entfielen 51,3 Mrd. auf die EU-Länder (10. 5. 11 AFP in HA). 
  • 18. 7. 2011: "Deutschland hat für die nächsten 10 Jahre die besten Zukunftsaussichten von allen Industriestaaten. Das geht laut 'Handelsblatt' aus einer Studie des Schweizer Prognosinstituts hervor. Die Bundesrepublik profitiert demnach bis 2020 davon, dass ihre industrielle Basis stärker sei als bei allen Konkurrenten. Dagegen spiele die kriselnde Finanzbranche eine untergeordnete Rolle." (dapd, dpa-AFX in T-Online) Die größten Wachstumsimpulse kämen von der Elektrotechnik und dem Maschinenbau. Die meisten Arbeitskräfte würde das Gesundheitswesen benötigen. "Deutschland war auch das einzige Land in der Eurozone, in dem der Wohlstand infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise nicht sank." Das BIP stieg stattdessen 2007 - 10 lt. "Le Figaro" unter Berufung auf Zahlen der OECD leicht um 0,3 %. In Irland sank das BIP um 14 %, in Italien um 7%, in Griechenland und Spanien um 6 %, Frankreich um 3,1 % und Portugal um 1,5 %. Auch der Export steigerte sich in Deutschland vom Frühjahr 2009 bis Frühjahr 2011 um  24,5 % lt. Bundesbank.

Wird fortgesetzt

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